Freierforschung in Deutschland – ein glückliches, besinnliches Mythenfest

Kurzfassung:
Argument 1: Freierforschung ohne feministisches Fundament beruht auf gängigen Vergewaltigungsmythen und verstärkt sie. Täterbezogene Vergewaltigungsmythen entwerfen das Bild des devianten, gesellschaftlich schon ausgeschlossenen Täter, der leicht zu erkennen und abzulehnen ist. Stellt sich dann heraus, dass der Vergewaltiger „der nette Junge von nebenan“ ist, wird die Vergewaltigung in Frage gestellt, dem Opfer der Vergewaltigung nicht mehr geglaubt und opferbezogene Mythen werden abgerufen. Da der Täter nicht so aussieht, wie Leute ihn sich vorstellen, kann es keine Gewalt gegeben haben. Die Freierforschung und auch die Rezeption dieser Forschung läuft analog: Freier sind Loser und Schweine, und wenn sich dann herausstellt, dass sie „der nette Mann von nebenan“ sind, so wird zwar nicht ihr Freiertum in Frage gestellt – das geben sie ja offen zu – sondern abgestritten, dass ihr Handeln Gewalt sein könnte oder grundlegend falsch.
Argument 2: Diese Mythen gehen dann in Freierkampagnen ein, die absolut kontraproduktiv sind, nicht nur dahingehend, dass sie ohnehin keine Kritik an Prostitution enthalten, sondern auch dahingehend, dass sie keinen Kunden „sensibilisieren“.
Argument 3: Freierforschung ist nützlich, wenn sie dazu beiträgt, Prostitution über gezielte Interventionen auf der Nachfrageseite zu beenden.

Zur deutschen Forschung über Freier. 

freier – ppt zum Vortrag.

Sie alle haben etwas gemeinsam: sie denken, sie hätten ein Recht auf Sex, ihnen ist eine gewisse Frauenverachtung inne und sie orientieren sich an einem Bild von Männlichkeit, das vor toxic masculinity nur so trieftropft. Aber vor allem: Sie alle wissen oder könnten wissen, dass diese Frauen sich nicht freiwillig und gerne unter sie legen. Es ist ihnen aber schlichtweg EGAL.

Huschke Mau, Prostitutionsüberlebende, über Freier.

Ich beginne meinen kurzen Vortrag zur deutschen Freierforschung mit diesem Zitat von Huschke Mau aus ihrem Artikel zu Freiern in der „Kritischen Perspektive“ im September diesen Jahres.

Ich beginne deswegen damit, weil mir immer wieder, in der Forschung selber, aber vor allem in ihrer Rezeption in verschiedenen Medien, ein romantisierender oder verharmlosender Blick auf Freier, zumindest manche davon, begegnet. Als Beleg führe ich folgende Beispiele an (meine Hervorhebungen):

taz – „Früher dachte ich, alle Freier sind Schweine“.
Der linke Soziologe Udo Gerheim befragt Männer, die für Sex bezahlen. Seine Meinung, Prostitution sei die reine patriarchale Gewalt, musste er im Laufe der Zeit revidieren. (
taz, 09.02.2006)

SZ – Freier, so Grenz, kämen aus allen gesellschaftlichen Schichten – Börsenmakler, Lkw-Fahrer oder Lehrer. „Vielen Männern geht es um ihre Identität als heterosexueller Mann“, sagt Sabine Grenz. Der Sex-Käufer wolle eben nicht nur wegen seines Geldes gemocht werden, sondern auch wegen seiner menschlichen und sexuellen Qualitäten. Für ihn zählen mehr als Koitus und Fellatio – in Wirklichkeit sucht er Nähe, Verständnis, Erfüllung. (SZ, 19. Mai 2010)

SZ – Die Botschaft der deutschen Prostitutionsforscher lautet […]: Der Sex-Käufer ist ein Normalo mit Hang zur Romantik, dem das Liebesspiel mit seiner eigentlichen Partnerin nicht so recht glücken will.
Nach Ansicht des Bremer Soziologen Udo Gerheim, der zurzeit eine von der Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderte Freier-Studie leitet, gibt es 
romantische Freier, die sich der Illusion hingeben, eine echte und auf Vertrauen gegründete Beziehung zu einer Prostituierten zu unterhalten.
Daneben hat Gerheim zwei weitere Typen ausfindig gemacht: 
Den lebensfrohen Hedonisten, der im Rotlichtmilieu seine Fantasien ausleben will und den Enttäuschten, für den der Sex mit einer Hure eine „kompensatorische Funktion“ hat. (SZ, 19. Mai 2010)

SZ – Diese kleine Freiertypologie erinnert an jene, die der Psychologe Dieter Kleiber von der Freien Universität Berlin bereits vor mehr als zehn Jahren aufgestellt hat.
Er befragte damals 598 Freier und stellte fest: 
Besonders häufig ist der Typus des romantischen Kunden, der dem traditionellen Liebesideal folgt und Intimität und Nähe sucht. „Diese Freier haben emotional aufgeladene Beziehungen zu Prostituierten“, sagt Kleiber. (SZ, 19. Mai 2010)

Missy Magazine – Christiane Howe: Die Frauen sind nicht in der unterlegenen Position, sie haben die Hausmacht. Ebenso wenig stimmt das Klischee, die Freier würden sich aufspielen wie die Paschas. Die Freier, die ich interviewt habe, waren eher verlegen. Die wollten begehrt werden und sagten Sätze wie: „Wenn die Tür zugeht, ist sie die Chefin im Ring.“
[…] Die Freier, die wir interviewt haben, sagen alle, 
dass sie ihre Ehefrauen über alles lieben. Die schlafen gerne mit ihnen – und auch so, wie die Frau das will. Das Sichfallenlassen, das holen sie sich dann woanders. Die Forderung, auf Augenhöhe beim Sex zu bestehen, ist richtig. Aber das hieße auch, dass Frauen in die Strümpfe kommen müssten. (Missy Magazine, 15.02.2014)

Ziel meines Vortrags ist es, kurz die zentralen Aussagen der jüngeren deutschen Forschung hier vorzustellen, die uns immer wieder begegnen, und denen wir je nach Interpretation immer wieder etwas entgegen setzen müssen. Den schwedischen Ansatz haben wir nicht, und es wird dauern, bis er sich hier durchsetzt. Wir sind also auf der Ebene von Öffentlichkeitsarbeit und kommunaler Auftritte. Und hier müssen wir uns sowohl mit den Männern, die sich sexuellen Zugriff auf andere kaufen, befassen als auch mit der Art, wie diese Männer in der Öffentlichkeit und eben auch in der akademischen Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Diese Wahrnehmung der sexkaufenden Männer – und das ist in jedem Land der Welt eine Minderheit, die meisten Männer gehören nicht dazu – hat Auswirkungen auf die Interventionen und auf die Sensibilisierungskampagnen, die sich an diese Männer richten, und wenn wir Pech haben, auch auf entsprechende Forderungen an Frauen, an Ehefrauen oder Partnerinnen bezüglich des Sex, den sie zu bieten haben, wie das Beispiel der interviewten Soziologin Christiane Howe aus dem Missy Magazine zeigt; Forderungen, die wir anderswo auf Maskulistenseiten und anderen antifeministischen Seiten finden, während sie in Deutschland ohne Gegenrede von sich als feministisch gebenden Magazinen mit der Zielgruppe junger Frauen verbreitet werden. Und hier, bei den Käufern und beim Thema Sex, möchten wir ja Einfluss nehmen. Das bedeutet auch, das ich hier nicht einen wissenschaftlichen Vortrag über alle Forschungsdetails halte, und es ist gut möglich, dass ich besonders Sabine Grenz und Udo Gerheim, auf die ich mich vor allem stütze, in einzelnen Detailpunkten gegebenenfalls Unrecht tue. Gerade Gerheim findet durchaus kritische Worte zu Freiern und zu Prostitution und Grenz versucht das Thema männlicher Identität und deren Inszenierung zu erhellen. Allerdings gehört auch Grenz zu den Befürwortern der in Deutschland typischen Freierkampagnen, die ich mit dem Begriff „Heldenfreierkampagnen“ noch freundlich beschreibe. Mir geht es um die Rezeption ihrer Arbeiten in der Öffentlichkeit und um die Schlussfolgerungen, die daraus bisher gezogen wurden.

Kurz aus der Forschung: Die einzelnen SoziologInnen unterscheiden je nachdem 3 bis 6 verschiedene Gruppen / Typen von Freiern.

Velten, 1994:

  • Enttäuschte Romantiker“ – sucht Ersatz für „sexuelle Defizite“, die er in seiner Partnerschaft nicht bekommt, entweder, weil seine Partnerin seine Wünsche ablehnt oder weil er keine hat.
  • Rationaler Stratege“ – wie Typ 1, kann das aber rational erklären, gilt als sachlich.
  • Liberalisierter Freier“ – hat „sich von traditionellen Partnerschaftsvorstellungen frei gemacht“, hat tw. Lust „an Grenzüberschreitung“
  • Hedonist“ – hat Lust an der Prostitution
  • Zwiespältiger Freier“ – Prostitutionsnutzung selbst wird als rauschhaft und notwendig erlebt, danach wird der Besuch bereut, da er mit dem Selbstbild nicht zu vereinen ist, er will sich als Mann fühlen, kompensiert also Minderwertigkeitsgefühle
  • Neugieriger Single“ – seltender Typ, nutzt Prostitution nur wenige Male im Leben.

(zitiert nach Grenz (1))

Oder Kleiber/Velten (1994/2004)

  • „Playboy“ – erfolgreich, verheiratet, Affairen, Prostitutionsnutzung, „Abenteuer“
  • „Verlierer“ – isoliert, unzufrieden, sonst keine intimen Kontakte zu Frauen
  • „Familienvater“ – nutzt Prostitution, weil die Ehefrau nicht macht, was er will und „wäre gerne monogam“

(zitiert nach Gerheim (2))

Udo Gerheim (3) teilt weniger die Freier in Gruppen als die Motive und findet durch seine Befragungen fünf davon:

  • das Bedürfnis nach Sexualität und Körperlichkeit jeder Art – allzeit verfügbar, ohne Werbephase, soziale Erwartungen und ohne die Angst, zurückgewiesen zu werden von privat zum Teil unerreichbaren Sexualpartnerinnen
  • soziale Wünsche, Kommunikation, Zärtlichkeit, emotionale und körperliche Umsorgung; aus Einsamkeit oder Schüchternheit heraus
  • Frauenverachtung und Gewalt gegen Frauen
  • Psychokrise, Selbstwertkrise, Depression, Ausleben von Schuldgefühlen, Konflikten, Schamgefühlen
  • Erleben einer geheimnisvollen „verruchten“ Subkultur bei gleichzeitiger Sicherheit

Alle Forschenden betonen zunächst, dass

  • es in Deutschland keine verlässlichen Zahlen über die Anzahl an Freiern gibt
  • das Feld wenig erforscht sei
  • und dass Freier „Männer sind wie alle anderen auch“.

Gemeint ist damit, dass sie aus allen Altergruppen kommen und alle Berufsbereiche und Einkommenlagen vertreten sind. Gerheim (S.15) differenziert dies auf Grund der von Kleiber und Velten erhobenen Daten etwas, sie seien jünger als der männliche Bevölkerungsdurchschnitt (20-40), überproportional häufig ledig oder geschieden und es seien vergleichsweise mehr Akademiker vertreten und weniger Männer mit Hauptschulabschluss und ohne Schulabschluss, was allerdings auf „Geld“ zurückgeführt wird.

Gleichzeitig stoßen wir hier in den Bereich der Mythen. Freier sind „ganz normale Männer“ – was sollten sie auch sonst bitte sein? Das ist zunächst in allen anderen Bereichen sexueller Machtausübung und Gewalt auch so, die Vorstellung, es handele sich um auffällige und leicht zu erkennende Randgestalten kennen wir aus dem Bereich der Vergewaltigungsmythen, und auch hier muss betont werden, dass Vergwaltiger tatsächlich aus der Mitte der Gesellschaft kommen.

Dennoch müssen sich sowohl die Forschung als auch die Sex-Industrie, der diese Ergebnisse gefallen, der Frage stellen, ob eine Auswertung der Alters- und Einkommensgruppen wirklich ausreicht, um diese Feststellung der „Normalität“ zu treffen und was damit gemeint sein soll. Das gilt besonders dann, wenn keine vergleichenden Studien gemacht werden, wenn also keine im Alter und Einkommen entsprechende Kontrollgruppe der Nichtfreier befragt wurde.

Diese Forschung haben wir nicht aus Deutschland, sondern zweimal durchgeführt, einmal über Melissa Farleys Studien zu Sexkäufern in Boston, durchgeführt von Farley, Schuckman, Golding, Houser, Jarrett Qualliotine, Decker und einmal ergänzt durch weitere Fragen, durch Farley, Golding, Matthews, Malamuth, Jarrett.

Die zweite Studie bestätigte die Ergebnisse der ersten, die Ergebnisse sind – etwas deprimierend: Beide Gruppen, Käufer und Nichtkäufer, sahen Unterschiede zwischen „Frauen“ und „Prostituierten“. Prostituierte haben demzufolge entweder ethische/ moralische Defizite oder einen anderen Sexualtrieb als andere Frauen. Beide Gruppen gingen davon aus, dass Frauen, die nicht mehr ganz jung sind oder die nicht eindeutig unter der Kontrolle eines Zuhälters standen, aufgrund ihrer eigenen Entscheidung in der Prostitution waren und dabei gutes Geld verdienten. Allerdings waren diese Ansichten bei Nichtkäufern seltender vertreten, und sie sahen häufiger einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Zwangslagen und dem Eintritt in die Prostitution. Beide Gruppen neigten dazu, Vergewaltigungsmythen zu glauben. In beiden Gruppen gab es ein Bewusstsein dafür, dass Prostitution und Menschenhandel den Frauen schadet, beide sahen Prostitution ambivalent, beide gingen davon aus, dass Gefängnisstrafen und öffentliche Bloßstellung die höchste abschreckende Wirkung für Freier haben würden. Ein Drittel der Käufer glaubte tatsächlich, die Frauen hätten Spaß am Sex mit ihnen/ Freiern in der Prostitution, eine Vorstellung, die bei den Nichtkäufern seltener vertreten war.

Die wirklich entscheidenden Ergebnisse waren jedoch andere – den Männern wurden auch Fragebogen vorgelegt, anhand derer allgemeine Einstellungen zu Frauen und Gewaltverhalten ihnen gegenüber abgefragt werden. Und hier zeigten sich erhebliche Unterschiede, bzw. Gemeinsamkeiten zu anderen Studien: Käufer ähneln als Gruppe Männern, die sexuelle Gewalt ausüben oder bei denen die Gefahr besteht, dass sie es tun. Zu den Indikatioren gehören: Wunsch nach unpersönlichem Sex, Angst vor Zurückweisung, Vorgeschichte sexueller Gewalt und aggressive Männlichkeit, bzw. ein aggressives Männlichkeitsbild. Außerdem geringe Empathie für Frauen, die sie für sexuellen Zugang bezahlen. Diese Befunde werden durch andere Studien noch unterstrichen, die zeigen, dass geringe Empathie anderen gegenüber mit sexueller Aggression gegenüber Frauen zusammenhängt. Diese Befunde stammen vor allem aus der zweiten Studie, an der Neil Malamuth beteiligt war, ein Psychologieprofessor aus Los Angeles, der seit über 30 Jahren zu sexueller Gewalt forscht und entsprechende Fragebögen und Forschungsmethoden entwickelt hat. (4)

Dies verdeutlicht, dass wenn in der deutschen, aber auch übrigen Forschung gesagt wird, Freier seien „Männer wie alle anderen“, die Forschenden auf genau die Mythen hereinfallen, die sie angeblich zurückweisen. Sie haben ein bestimmtes Bild eines sexuell gewalttätigen Mannes im Kopf – dem aus der Gesellschaft herausgefallenen, am Rande lebenden Triebtäter, der leicht zu erkennen ist – und in dem Moment, in dem der Freier diesem Bild nicht entspricht, weigert sich seine Umgebung, oder es gelingt ihr nicht, in ihm einen Täter zu sehen.

Prostitution ist Gewalt gegen Frauen, und diese Gewalt wird durch das gleiche Mythenfest gestützt und bedient, wie jede andere Gewalt gegen Frauen auch. Denn das, was ich Ihnen gerade geschildert habe, heißt für den Hausgbrauch: Vergewaltigungsmythos.

Mit entsprechenden Folgen für Vergewaltigungsopfer. In dieser Forschung liegen die selben Mechanismen vor: Es gibt ein bestimmtes Bild eines Freiers („ Schweine“, bzw. die offen sadistischen) und bei all denen, die diesem Bild nicht entsprechen, wird kein Problem mehr erkannt, keine Machausübung, keine Gewalt. Vielleicht – Gerheim – noch eine allgemeine, strukturelle, ökonomische, patriarchale Gewalt – aber keine von diesen Freiern unmittelbar ausgeübte.

Und um es zu betonen: Es sind SoziologInnen, die im Bereich der Prostitution forschen, die diese Mythen reproduzieren. Mythos: Der Gewalttäter ist zu erkennen und hat Schaum vor dem Mund, und alle anderen sind doch nett oder harmlos. Das so gestrickte Bild lenkt dann schnell vom Thema ab und füttert das Bild des leicht lächerlichen und damit leicht zu beherrschenden oder des traurigen und damit nicht gefährlichen Freiers. Die Forschenden füttern damit auch den romantisierenden Blick in der Presse, der es unmöglich wird, Gewalt zu erkennen, egal wie offensichtlich sie ist. Die Beispiele sind endlos, und zeigen die allgemeinen Mythen zu Gewalt gegen Frauen, die diese Gewalt verharmlosen oder verleugnen – wenn nach dem Mord an einer Frau in der Prostitution von einem „Beziehungsdrama“ gesprochen wird, sollten wir alle die Sprache der „häuslichen“ „Tragödien“ wieder erkennen, in der euphemistisch Gewalt in Beziehungen dargestellt wird. Das gleiche gilt für die ganzen Freier, die sich „verlieben“ oder sich „eine Beziehung mit der Prostituierten“ zusammenfantasieren … dass das Verhalten dieser Männer in der Praxis gegebenenfalls nichts anderes ist als Stalking, also eine Form massiver Gewalt, wird dann zwar glasklar nachgezeichnet, aber nicht erkannt, statt dessen bekommen wir die Umkehrung von Täter und Opfer präsentiert. (Beispiel Die Zeit, „Der nette Idiot. Eine junge Prostituierte nimmt einen verliebten Akademiker aus. Ihr Prozess zeigt die brutalen Gesetze eines Berliner Rotlichtviertels.“ Der im Artikel beschriebene Mann ist kein „verliebter“ „netter“ „Idiot“. Er ist ein Freier und sein Verhalten entspricht dem eines Stalkers.)

Andere Beispiele für die Unfähigkeit, Gewalt und Gewaltausübung zu erkennen, nicht nur in der Zeit, sondern eben auch in der Freierbeschreibung der Forschenden, bieten Berichte über sexuelle Gewalt, die außerhalb der Prostitution ausgeübt wird.

Im Mai und Juni 2012 lief bundesweit die Aktion #ichhabnichtangezeigt, bei der Opfer sexueller Gewalt anonym berichten konnten, warum sie einen strafwürdigen Übergriff, also eine Vergewaltigung nicht angezeigt hatten. Aus den 1105 Einträgen ein Beispiel:

#ichhabnichtangezeigt weil ich nicht weiß, ob ich es tun soll, oder ob es besser ist, es nicht zu tun (retraumatisierung, der „keineR glaubt mir“ -gedanke. )
aufgrund langjähriger verdrängung für mich das ganze noch immer etwas „irreal“.
der erste mann war mein damaliger bester freund […] der zweite mann war ein lehrender an der uni. ein „rechtsprofessor“. […]
der zweite (ist jahre später passiert) ist unter vorwänden rauf in mein zimmer. ich wollte ihn anfangs nicht mitnehmen. dann hat er fast zu weinen begonnen und gemeint, ihm ginge es so schlecht und mit mir könne man so gut reden.
als ich dann sagte, er solle anfangen zu reden ist er aufgestanden und hat gemeint „xy, du weißt doch genau, dass ich nicht wegen dem mit raufgekommen bin“… und ich bin einfach nur dagesessen und mir wurde schlecht. mein einziger gedanke war „bitte nicht schon wieder“. und ich konnte mich nicht wehren. ich war im schockzustand. ich konnte nichts machen.

Also. Wie war das? Diese Freier suchen „Nähe“, „Intimität“, „Verständnis“? Sie bilden sich ein, dass ihnen einfach auf Grund der Tatsache, dass sie irgendetwas suchen, dass sie unglücklich sind, dass es ihnen „so schlecht“ geht, der geöffnete Körper einer Frau zusteht. Gegebenenfalls greifen sie sich eine Studentin, und ansonsten erwarten sie ein staatlich abgesichertes System, dass ihnen 24/7 Zugriff auf Frauenkörper garantiert. Und wir stehen hier und müssen mühselig erklären, dass diese Männer Gewalt ausüben. Denn sie befinden sich in einer Umgebung – einer wissenschaftlichen Bewertung, medialen Normalisierung und gesellschaftlichen Akzeptanz, die ihre Gewalt grundsätzlich verwischt und verdeckt. Der Freier wird vielleicht irgendwie doch verachtet und lächerlich gemacht, aber im Zweifelsfall als Opfer gesehen. So gelingt es einer Journalistin der ZEIT, in einem seitenlangen Artikel praktisch eine Dokumentation eines Stalkingfalles abzuliefern ohne dies ein einziges Mal zu bemerken. Ein Freier „verliebt“ sich in eine Frau in der Prostitution (d.h. fantasiert sich einiges zusammen), bombardiert sie mit sms und Nachstellungen, folgt ihr in alle möglichen Unterkünfte und am liebsten bis unter die Dusche, ohne dass sich der Journalistin irgendwelche Zweifel an seiner Rolle aufdrängen würden. Für sie ist er einfach der „nette Idiot“, ein Akademiker, der von einer Prostituierten ausgenommen wurde. In der Boulevardpresse gibt es ähnliche Texte, drastischer und kürzer, im gleichen belustigten Ton gehalten. Auch ein Umgang mit Gewalt. Ich zitiere Titel und Untertitel: „Frau halbnackt aus Puff entführt. Für ihn war es Liebe. Für sie war der Sex allerdings nur ein Geschäft. Aus diesem Missverständnis heraus wurde Mirco C. zum Straftäter.“ Merke – wie bei der Freierforschung selbst reichen die Begriffe „Sex“ und „Prostitution“ um Gewalt zu verwischen und die sie ausübenden Männern als Opfer von entweder „Missverständnissen“ oder dem „Milieu“, das sie selber ja erst ermöglichen, zu stilisieren.  

Hat Freierforschung dann überhaupt einen Sinn, bzw. welche Forderungen müssten an sie gestellt werden? So wie sie sich hier präsentiert, taugt sie ja eher zur Diskursanalyse von Myhtenakzeptanz und als Bild dessen, was unsere Gesellschaft bezüglich Männern und Frauen für normal hält.

Schlussfolgerungen für Interventionen: Bisher – einige nutzlose „Freierkampagnen“ zum Thema „Zwangsprostitution“. „Umgang mit Sexarbeiterinnen“ „Safer Sex“.

Als Beleg für kontraproduktive bis lächerliche Kampagnen greife ich zwei gut dokumentierte Ansätze heraus:

2006 gab es über den Verein „FiM – Frauenrecht ist Menschenrecht“ anlässlich der Fußballweltmeisterschaft eine bundesweite Kampagne mit dem Titel „Stopp Zwangsprostitution“, mit der Freier aufgerufen wurden, Verdacht auf Zwangsprostitution zu melden. Ich mache es kurz – die Auswertung ergab magere Ergebnisse, da viele Fälle u.a. wegen der gültigen Gesetzeslage nicht aufgeklärt werden konnten, die Erfolgsquote lag im einstelligen Bereich. Zur Erhellung der Problematik solcher Kampagnen präsentiere ich einen Screenshot, eine Bildaufnahme des Internetauftritts.

fim-freierkampagne-mit-hervorhebung

Bitte? „Erzwungene Prostitution ist auch Betrug an Männern, die ohne ihr Wissen in die Grauzone der organisierten Kriminalität geraten. Hier werden Sie als Kunde betrogen, weil die Leistungen an Sie nicht freiwillig erbracht werden.“

Ich kann darauf nur mit einem englischen Satz reagieren – how even to unpack this? Wo sollen wir hier anfangen? Betrug am Mann? Gut, dass gleich mal auf den wichtigsten Aspekt hier eingegangen wird. Grauzone organisierter Kriminalität? Im Ernst? Und „die Leistungen nicht freiwillig erbracht..“ – welche Mythen brauchen wir, damit solche Sätze überhaupt Sinn geben? (5) 

Erklärt werden können Sätze wie diese nur über die Textpassage unmittelbar darüber: „Unser Anliegen richtet sich nicht gegen Prostitution und nicht gegen Männer, die sie in Anspruch nehmen.“ Unter solchen Bedingungen kann keine sinnvolle Kampagne geführt werden.

Das zweite Beispiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2006, erstellt und dann dokumentiert von context. (6) Ziel deren Arbeit ist „Transparenz und Professionalisierung“, woduch sie sich „auf lange Sicht eine Verminderung von Ausbeutungs- und Gewaltverhältnissen“ versprechen (S.3) …. es ist ihnen allen zuzugestehen, dass ihre Ziele im Vergleich zu unseren wirklich sehr bescheiden formuliert werden. „Verminderung“.. „auf lange Sicht“ …!

Die Kampagne sollte unverkrampft und witzig sein, weshalb junge Sozialpädagoginnen in Kondomkostümen mit Kondomen und ein paar Postkarten durch das Frankfurter Rotlichtviertel am Bahnhof liefen und beides an Freier verteilten. (Bilder S. 2 und S.8 dieser Dokumentation)

context-2005-wandelndes-witziges-kondom

heldenfreier-context-frankfurt-wandelndes-kondom

(Gesichter von mir unkenntlich gemacht.) Erreichen sie damit eigentlich die ganzen „romantischen“ Feier? Eine Auswertung wird mitgeliefert, sie befasst sich bezüglich der Feier mit der Zeitdauer der Gespräche mit den Feiern – wie lange sie mit den Sozialpädagoginnen bzw. Teilnehmenden der Studie geredet? Wesentliche Teile der Auswertung widmen sich der Evaluation der Empfindungen der Teilnehmenden (Sozialpädogen, Sozialpädagoginnen und andere AktivistInnen in der Kampagne) – sie haben sich alle wohl gefühlt, wie schön!, und Vorgehen und Schulung werden detailliert beschrieben. Insgesamt drei Stunden galten den Punkten „Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen gegenüber Freiern und Prostituierten […]“ (S.23) und „Trainingseinheiten und Rollenspiele bezüglich einer akzeptierender (sic) Grundhaltung gegenüber Freiern“ (S.12), bzw. „Umgang mit arroganten, verunsicherten oder aggressiven Freiern“ (S.23) Mit anderen Worten: Eine Kampagne, die mehr Zeit damit verbracht hat, Leuten aus der Sozialpädagogik in der Befürwortung von Prostitution zu schulen als mit irgendetwas anderem. Und die für ihre _Teilnehmenden_ Probleme (aggressive Freier) erkennt. Die dann Kondome und witzige Aufforderungen zu „Höflichkeit“ und „Kondomen“ überreicht bekommen.
Solche Kampagnen sind öffentlich finanziert.

Also – wozu nun Feierforschung? Sie ist für uns aus zwei Gründen wichtig. Einmal, um zu zeigen, wie Freier sind und um damit die Romantik und Normalisierung der Sexkäufer zu beenden. Und dann zur Auskunft darüber, wie ihr Verhalten, Freier zu sein, beendet werden kann.

Letztere Frage kann nur beantwortet werden, wenn sie überhaupt gestellt wird, oder wenn Freierbefragungen entsprechend sinnvoll ausgewertet werden.

Gefragt wurde in den verschiedenen Studien Farleys, die Ergebnisse aus London:

Table 8 – What would deter men in London from buying sex?

Being added to a sex offender register

85%

Having your picture and/or name on a billboard

85%

Time in prison 84% Picture and/or name in the local newspaper

83%

Picture and/or name posted on the Internet

83%

Higher monetary fine 80% Letter sent to family members

79%

Suspension of driver’s licence

78%

Greater criminal penalty

77%

Car impounded

76%

ASBO (Anti-Social Behaviour Order)

74%

ABC (Acceptable Behaviour Contract)

73%

Community service

72%

Required to attend an educational programme

47%

(Melissa Farley, Julie Bindel and Jacqueline M. Golding; Men who buy sex. Who they buy and what they buy. S.22)

Außer der Frage, wodurch Sexkäufer abgehalten werden können, sind andere Fragestellungen relevant. Die prostitutionsfreundliche Studie unter Beteiligung deutscher WissenschaftlerInnen, die in Nordirland anlässlich der Anhörungen vor dem dortigen Parlament gemacht wurde, hatte zur Frage, was diese Männer abhalten könnte, nur folgende Punkte:

Table 27: What would stop respondents from paying for sexual services. Rankordered.
Northern Ireland-based versus ALL clients (%)

Angaben in %

All

NI

If I was in a relationship

35

33

If I could have sex without paying for it

27

18

If my partner found out and wanted me to stop

19

12

If paying for sex was a crime

16

20

If I could express my sexuality/sexual preferences without paying
for it

14

8

If there was less stigma around my sexual preferences

5

<5

None of the above

12

8

S. Huschke, P. Shirlow, D. Schubotz, E. Ward, U. Probst, C. Dhonaill, Research into Prostitution in Northern Ireland. Commissioned from Queen’s University Belfast by the Departement of Justice October 2014. S. 125

Diese Aufstellung nützt natürlich nichts, da sie bis auf einen Punkt – „If paying for sex was a crime“ – keine Punkte enthält, die Gegenstand einer staatlichen oder gesellschaftlichen Intervention sind. Deswegen wurden diese Punkte wohl zur Wahl gestellt.

Besser, und aus der gleichen Studie – dort wurde die Frage eigentlich schon beanwortet (S. 123):

Table 26: What respondents dislike about buying sex. Rank-ordered (%)

%

I feel like I have to hide what I do, I don’t like that.

41

I worry that my friends and family will find out about it.

39

I worry about the well-being of the sex worker/prostitute.

36

I feel like I have to lie about what I do, I don’t like that.

31

I am worried about the health risks.

25

I feel that I spend too much money on it.

25

I miss the emotional connection.

21

I didn’t get good value for money

12

I don’t like the settings in which it takes place.

10

It makes me ashamed.

10

I was hoping it would lead to more than just sex.

5

It damages my confidence.

3

S. Huschke, P. Shirlow, D. Schubotz, E. Ward, U. Probst, C. Dhonaill, Research into Prostitution in Northern Ireland. Commissioned from Queen’s University Belfast by the Departement of Justice October 2014. S. 123

Gerade im Bereich von Freierkampagnen können solche Erkenntnisse – was gefällt Freiern daran nicht – ja mal genutzt werden.

Grundlage bei der Betrachtung der Prostitution – und dieser Aspekt gerät in der Forschung in den Hintergrund – ist eben, dass Freier das System der Prostitution ermöglichen, und damit auch die Brutalität in dem System und die damit zusammenhängende Kriminalität. Sie sind ganz konkret diejenigen, die am unmittelbarsten an den Frauen, Männern oder Trans*frauen – oder auch Kindern und Jugendlichen – in der Prostitution dran sind und über den unmittelbaren Zugriff auf den Körper dieser Menschen Gewalt ausüben. Und sie sind diejenigen, die eben von Menschenhändlern, Menschenhändlerinnen, ZuhälterInnen oder auch Bordellbetreibenden genauso bedient und beliefert werden, wie von den Personen in der Prostitution. Sie kaufen schließlich die gesamte angebliche „Dienstleistung“ – und da gehören die Vorbedingungen dazu. Von Armut über vorangegangene Traumatisierungen der Frauen, über die mangelnden Einstiegschancen in die Gesellschaft, bis zu auch den krassen Formen von Menschenhandel, die sogar nach unserer momentanen Gesetzeslage und Interpretation als kriminell gelten.

Es genügt also nicht, bei der Betrachtung des Phänomens der Prostitution und des Kaufs des sexuellen Zugriffs Freierforschung und Befragungen ausschließlich auf die Ebene der konkreten individuellen Interaktion herunter zu brechen um dann zu „differenzierten“ Ergebnissen zu kommen und ohne kritische Analyse dabei stehen zu bleiben.

Gehalten am 3. 12. 2016 bei der Fachtagung zu Freiern und Freierforschung der Initiative  Stop Sexkauf in München.  Dr. Inge Kleine

__________________________________________________________

Fußnoten:

(1) Sabine Grenz, (Un)heimliche Lust. Über den Konsum sexueller Dienstleistungen. Wiesbaden 2007, S.21.
(2) Udo Gerheim, Die Produktion des Freiers. Macht im Feld der Prostitution. Eine soziologische Studie. Bielefeld 2012, S.15
(3) Gerheim, ibid. S.228 ff.
(4) Farley, Schuckman, Golding, Houser, Jarrett Qualliotine, Decker , Comparing Sex Buyers with Men Who Don’t Buy Sex; http://www.prostitutionresearch.com/pdfs/Farleyetal2011ComparingSexBuyers.pdf
Farley, Golding, Matthews, Malamuth, Jarrett, Comparing Sex Buyers With Men Who Do Not Buy Sex: New Data on Prostitution and Trafficking. (2015)
http://newsroom.ucla.edu/releases/men-who-buy-sex-have-much-in-common-with-sexually-coercive-men
(5) Einige Gedanken zu Hintergründen dieser Akzeptanz: „Kulturelle Amnesie – Was wir nicht wissen dürfen, damit sexuelle Ausbeutung funktioniert.“ – Abolition 2014,  05.09.2014 Artikel von Anna Hoheide.
http://abolition2014.blogspot.de/2014/09/kulturelle-amnesie.html
(6)Freiersein. Eine Dokumentation. Herausgegeben von context. Frankfurt am Main, 2006.  http://www.gender-in-german-development.net/custom/images/contentBilderGalerie/bilderGalerie1000509/CONTEXT-GTZ-Freiersein-eine-dokumentation-ber-ein-institutions-und-zielgruppenbergreifendes-projekt-zur-aufklaerung-von-maennern-und-frauen-2006-DE.pdf

Quellen:

Monografien und Forschungsberichte:

Bohner, Gerd, Vergewaltigungsmythen. Wien 1999, http://www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE05/Bohner_Wien_1999.pdf

Farley, Bindel and Jacqueline M. Golding; Men who buy sex. Who they buy and what they buy. London, EAVES, 2009. http://i1.cmsfiles.com/eaves/2012/04/MenWhoBuySex-89396b.pdf 

Farley, Schuckman, Golding, Houser, Jarrett Qualliotine, Decker , Comparing Sex Buyers with Men Who Don’t Buy Sex;
http://www.prostitutionresearch.com/pdfs/Farleyetal2011ComparingSexBuyers.pdf

Farley, Golding, Matthews, Malamuth, Jarrett, Comparing Sex Buyers With Men Who Do Not Buy Sex: New Data on Prostitution and Trafficking. (2015)
http://newsroom.ucla.edu/releases/men-who-buy-sex-have-much-in-common-with-sexually-coercive-men

Freiersein. Eine Dokumentation. Herausgegeben von context. Frankfurt am Main, 2006.
http://www.gender-in-german-development.net/custom/images/contentBilderGalerie/bilderGalerie1000509/CONTEXT-GTZ-Freiersein-eine-dokumentation-ber-ein-institutions-und-zielgruppenbergreifendes-projekt-zur-aufklaerung-von-maennern-und-frauen-2006-DE.pdf

Gerheim, Udo, Die Produktion des Freiers. Macht im Feld der Prostitution. Eine soziologische Studie. Bielefeld 2012

Grenz, Sabine, (Un)heimliche Lust. Über den Konsum sexueller Dienstleistungen. Wiesbaden 2007,

Huschke, S., Shirlow, P., Schubotz, D., Ward, E. Probst, U., Dhonaill, C., Research into Prostitution in Northern Ireland. Commissioned from Queen’s University Belfast by the Department of Justice, October 1014
(http://www.academia.edu/17343071/Research_into_Prostitution_in_Northern_Ireland)

Huschke, S., und Schubotz, D., Commercial Sex, Clients and Christian Morals: Paying for Sex in Ireland. (2016)
http://pure.qub.ac.uk/portal/files/56938886/Huschke_Schubotz_Paying_for_Sex_in_Ireland_accepted_word_document.pdf

Shively, M., Kliorys, K., Wheeler, K., Hunt, D. (eds), An Overview of Shaming Applied to Sex Buyers in the United States. January 2012.
( http://www.demandforum.net/wp-content/uploads/2012/01/shaming-overview-from-national-assessment.pdf)

Stoppt Zwangsprostitution. Kampagne. Herausgegeben von Frauenrecht ist Menschenrecht, Frankfurt a.M. 2007 (http://www.stoppt-zwangsprostitution.de/art/doku_kampagne.pdf)

Artikel: 

Wissenschaftler erforschen den Freier“ – Berliner Zeitung, 13.02.1995, (letzter Zugriff 28.12.2016, 18.30)

Früher dachte ich, alle Freier sind Schweine“ – taz, 09.02.2006, Interview mit Udo Gerheim durchgeführt von Eiken Bruhn (letzter Zugriff 28.12.2016, 18.35)

Romantiker oder Chauvinisten“ – Süddeutsche Zeitung, 19.05.201o, Artikel von Nikolas Westerhoff (letzter Zugriff 28.12.2016, 18.45)

Gerheim, Udo, „Motive der männlichen Nachfrage nach käuflichem Sex“ 19.02.2013 in: APuZ „Prostitution“ (aus Politik und Zeitgeschichte 9/2013); ebenfalls veröffentlicht bei Bundeszentrale für Politische Bildung (letzter Zugriff 28.12.2016, 18.55)

Frau halbnackt aus Puff entführt“ – TZ (Tageszeitung München), 27.05.2013, Artikel von E. Unfried. (letzter Zugriff 28.12.2016, 19.05)

Manche Freier stilisieren sich zur sexuellen Avantgarde“ – Die Zeit, 29.11.2013, Interview mit Udo Gerheim geführt von Parvin Saddigh (letzter Zugriff 28.12.2016, 19.15)

Kein Beruf wie jeder andere“ – Missy Magazine, 25.02.2014 (letzter Zugriff 28.12.2016, 19.25)

Roundtable erotisches Kapital“ – Missy Magazine, 25.02.2014 (letzter Zugriff 28.12.2016, 19.35)

Sexkäufer und Nichtkäufer sind irgendwie …. unterschiedlich!“ – Abolition 2014, (16.04.2014) Artikel von Manuela Schon. (deutsche Zusammenfassung von Farley’s Studie!) (letzter Zugriff 128.12.2016, 20.49)

Der Freier“ – Kritische Perspektive, 09.09.2016, Artikel von Huschke Mau (letzter Zugriff 28.12.2016, 19.45)

Der nette Idiot“ – Die Zeit, 17.11. 2016, Artikel von Ursula März. (letzter Zugriff  28.12.2016, 19.55)

Advertisements

Mein Kommentar:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s