UN Frauen Beratung zur Position zu „Sexarbeit/ Sexgewerbe / Prostitution“

UN Frauen (UN Women) hat an zahlreiche Gruppen einen Brief mit Bitte um Stellungnahme zum Thema „Sexarbeit/ Sexgewerbe / Prostitution“ verschickt. Inwiefern abolitionistische Gruppen bei den Empfängerinnen waren, weiß ich nicht, uns wurde diese Aktion über Gruppen auf facebook bekannt.

In den beiden vorangegangenen Artikeln sind pdf-Dateien des UN Women Aufrufs in den Sprachen, in denen er (meines Wissens nach) verschickt wurde, ebenso einige Links zu relevanten Konventionen und Resolutionen der UN.

Hier einfach einkopiert eine inoffizielle (selbsterstellte) Übersetzung des Aufrufs. UN Women / UN Frauen.

pdf-Version: Beratung zur Haltung von UN Women zu Sexarbeit, Sexgewerbe und Prostitution

Das Papier bezieht sich u.a. auf die Agenda 2030 (Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung).

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Beratung zur Haltung von UN Women zu Sexarbeit, Sexgewerbe und Prostitution

Im Ziel der Gleichberechtigung verwurzelt, das in der UN Menschenrechtserklärung v erankert ist, arbeitet UN Women (UN Frauen) für die Beseitigung der Diskriminierung von Frauen und Mädchen, die Stärkung von Frauen und das Erreichen der Gleicheit zwischen Frauen und Männern als PartnerInnen und Beteiligte an Entwicklung, Menschenrechten, Frieden und Sicherheit. Die Förderung von Menschenrechten ist der Kernpunkt der Arbeit von UN Frauen.

Zur Zeit hat UN Frauen keine ausgearbeitete Position zu Sexarbeit, Sexgewerbe und Prostitution und ist dabei, eine solche Position zu entwickeln. Die Ausarbeitung unseres Ansatzes wird auf den internationalen Standards für die Arbeit von UN Frauen beruhen und im Rahmen internationaler Menschenrechte statt finden, darunter die Konvention zur Eliminierung der Diskriminierung gegen Frauen (CEDAW), die Aktionsplattform aus der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking (Beijing) und der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Unsere Arbeit zur Positionierung schließt es ein, verschiedene Personen und Gruppen, Vertretungen und Organisationen, die ein Interesse an diesem Thema haben, anzuhören. Dazu gehören: SexarbeiterInnen/Sexarbeitsgruppen, Überlebende der Prostitution und Gruppen, die sie vertreten, feministische Organisationen und Frauenrechtsorganisationen. Die Ansätze anderer UN Organe und der Mitgliedsstaaten werden ebenfalls eingeholt.

Wie die Sprache der Diskussion bereits zeigt – Sexarbeit, Sexgewerbe, Prostitution – handelt es sich hierbei um eine merklich kontroverse Debatte. Wir laden Alle und Jeden zur Beteiligung ein, egal, wie der jeweilige Ansatz aussieht. Wir wollen diese Ansichten hören.

UN Frauen hat sich in den letzten mit zahlreichen Organisationen zu deren Analyse von Sexarbeit und Prostitution getroffen. Dies ist nun eine formelle Beratung mit dem Schwerpunkt auf drei Fragen:

Diese Fragen beziehen sich auf die momentanen Schwerpunkte der Arbeit der UN, die Agenda 2030 und die Ziele des nachhaltigen Wachstums. Es ist nicht nötig, diese Texte oder Dokumente zu kennen, da die Grundsätze in den folgenden Fragen geklärt werden:

Frage 1) Die Agenda 2030 verpflichtet sich zu Universaltiät, Menschenrechten, und dazu, niemanden zurückzulassen. Wie verstehen Sie diese Prinzipien mit Bezug zu Sexarbeit/dem Sexgewerbe oder Prostitution?

Frage 2) Die Ziele für nachhaltige Entwicklung sind darauf gerichtet, die Menschenrechte für alle zu verwirklichen und Geschlechtergleichstellung und die Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen zu erreichen. Diese Ziele beinhalten auch einzelne Ziele, die zur der Stärkung von Frauen gehören, wie

a) reproduktive Rechte

b) Landbesitz und Vermögenswerte von Frauen

c) Aufbau friedlicher und inklusiver Gesellschaften

d) Beenden des Frauenhandels

e) Beseitigen von Gewalt gegen Frauen.

Wie können Ansätze zu Sexarbeit/ dem Sexgewerbe/ Prostitution solche Ziele befördern?

Frage 3) Das Sexgewerbe ist geschlechtsspezifisch. Wie können wir am besten die Frauen in diesem Gewerbe vor Schaden, Gewalt, Stigmatisierung und Diskriminierung schützen?

Bitte beschränken Sie ihre Antwort auf die obigen Fragen auf ein Maximum an 1500 Wörtern. Ihre Antworten auf die obigen Fragen sind für UN Women von großer Bedeutung.

Bitte schicken Sie Ihren Beitrag an consultation@unwomen.org . Einsendeschluss ist der 16 Oktober 2016. In die Betreffzeile schreiben Sie bitte „Written Submission“.

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