Abolition und Feminismus. Rachel Morans Rede in London

Rachel Moran gehört zu denjenigen, die es schaffen konnten, die Prostitution hinter sich zu lassen. Die sehr einfach da rein gekommen ist, denn unsere Gesellschaft macht es besonders für Mädchen aus marginalisierten oder ökonomisch entrechteten Schichten sehr sehr leicht, ihren Weg in die Prostitution zu finden (und falls es ihnen schwer fällt, gibt es bis in den Bundestag hinein Menschen, die ihnen den Weg hinein durch besondere „Beratung“ erleichtern wollen. Sie verschleiern das mit aufgeplüschten Phrasen).

Rachel Moran hat es schließlich geschafft, aus der Prostitution auszusteigen. Ihren Weg durch die Prostitution beschreibt sie auf ihrem Blog und in ihrem Buch Paid For. My Journey Through Prostitution, das dieser Tage ins Deutsche übersetzt wird. Sie zeigt darin, was „Freiwilligkeit“ im Zusammenhang mit der Prostituierung bedeutet, und was es bedeutet, sich das jeden Tag vorzumachen.

Sie ist die Gründerin von SPACE international, Survivors of Prostitution-Abuse Calling for Enlightenment, Überlebende der Prostitutions-Ausbeutung, die Aufklärung fordern.

Sie berichtet darüber eindrücklich bei einem Treffen der European Women’s Lobby, auf vielen Veranstaltungen.

Vor weniger als zwei Wochen hielt sie eine Rede bei einer (radikal-) feministischen Konferenz in London, in der sie vor allem auf das Gerede, Pardon, „den Diskurs“ im sog. liberalen Feminismus eingeht. Ob ich ihn so nennen würde, ist ein anderes Thema, ich nenne ihn den Pop-Deko-Karrierefeminismus einiger sehr sichtbarer und damit sehr gut fahrender Stepford-Feministinnen. Frauen, die genug wissen, um feministische Begriffe quer durch Texte zu streuen, aber keine drei Sekunden zusammenhängend gedacht haben.

Eine deutsche Übersetzung der wunderbaren Rede steht auf der inzwischen informativsten Seite zur Abschaffung der Prositution, www.abolition2014.blogspot.de

Der englische Originaltext hier, und das Video mit Rachels Rede hier.

 

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