Rachel Moran – Überlebende

Rachel Moran – Vortrag in Brüssel

anlässlich des Brussel’s Call against Prostitution und der Initiierung von CAP (Coalition against Prostitution)

Rachel Moran ist eine junge Frau aus Dublin, die seit Jahren gegen Prostitution und für das Schwedische Modell kämpft.

Sie weiß, worum es geht, denn sie gehört zu denjenigen, die das System von innen gesehen haben. Ihr Buch Paid For. My Journey through Prostitution zeigt, wie sich eine Frau in der Prostitution fühlt, wie sie die Gesellschaft wahrnimmt, und warum vor allem der Ausstieg – und der Einstieg in die Gesellschaft so schwer ist. Das Buch ist noch nicht übersetzt. Es ist eindringlich und deutlich, und in einer klaren Sprache geschrieben.

In diesem Vortrag geht Rachel Moran auf „consent“ und „control“, Zustimmung und Kontrolle über  das Geschehen, ein. Sie zeigt, wie eine Frau (sicher jeder andere auch) in der Prostitution das Gefühl von eigener „Zustimmung“ und „Kontrolle“ braucht, um auch nur den nächsten Kunden zu überstehen. Um nicht völlig zusammenzubrechen. Sie sagt auch – „don’t believe them“. Es ist eine eingeredete Selbstbestimmung, in der Situation überlebensnotwendig, aber in erschreckendem Gegensatz zur Realität.

Am Ende sagt sie noch etwas anderes. Mit Blick auf die schwedischen Regierungsvertreter, die auf dem Podium neben ihr sitzen, erklärt sie: „Ich kann der Nation Schweden nicht genug dafür danken, dass sie zum ersten Mal laut gesagt hat, dass das, was mir passiert ist, Unrecht ist.“

Was können die ganzen Frauen zu Deutschland sagen?

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